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Schlittschuh Special 

Auf der folgenden Seite haben wir für euch ein Schlittschuh-Special eingerichtet, das beim Kauf von Schlittschuhen und bei der Auswahl und Beurteilung helfen soll. Rund um den Schlittschuhkauf gibt es viele Fragen, die wir im Folgenden für euch beantwortet haben. 

Was für Schlittschuhe gibt es?

Es gibt grundsätzlich zwei Sorten von Schlittschuhen: Freizeitmodelle und Profimodelle. Wenn man alle paar Wochen einmal Eislaufen geht und mehrheitlich aussen herum fährt, dann reichen Freizeitschlittschuhe vollkommen aus. Sie sind vor allem auf Bequemlichkeit ausgelegt und sehr weich. Die Sohle ist moistens aus Hartgummi (Schwarz) und die Kufe ist eine normale Freizeitkufe ohne besonderen Schliff und ohne Sprungzacken. Diese Schuhe eignen sich zum Freizeitgebrauch, aber sobald man Eiskunstlaufen als Sport betreiben möchte (oft auch schon als Breitensport) braucht man richtige Profischlittschuhe.

Diese haben den Vorteil, dass sie wesentlich härter sind (vor allem an den Seiten) und dadurch den nötigen Halt und eine ausreichende Stabilität für Sprünge gewährleisten. Mit dem eisläuferischen Niveau steigt normalerweise auch der Härtegrad des Schuhs. Für Doppelsprüng braucht man einen weniger harten Schuh als wenn es dann an die Dreifachsprünge geht.

Profischlittschuhe sind immer aus leder oder lederähnlichem Material und niemals aus Plastik. Die Sohlen gibt es in verschiedenen Kork- oder Holzvarianten, sodass sie meistens braun sind. Solche Schuhe sind meistens etwas unbequemer, aber eben härter, sodass man Vielfachsprünge damit machen kann.

 

Ab wann brauche ich Profischlittschuhe?

Das kann man nicht ganz eindeutig sagen, aber meistens braucht man sie früher als man denkt. Normale Freizeitschuhe sind meistens überhaupt nicht geeignet um Sprünge damit zu machen. Durch die geringe Stabilität springt man damit anders (auch schon bei einfachen Sprüngen) und das ist nicht nur gefährlich, sondern führt auch sehr schnell zu hartnäckigen Haltungsfehlern. Die Kufen von solchen Schlittschuhen sind genausowenig geeignet für Sprünge. Man hat keine grossen Sprungzacken und da die Kufen schmaler sind als Profukufen verhält sich auch das Kantenfahren ganz anders.

Deshalb empfiehlt es sich, Profischlittschuhe zu kaufen, sobald man mit Sprüngen und Pirouetten beginnt. Dadurch wird eine korrekte Haltung und vor allem Sicherheit gewährleistet. An Profischlittschuhen sollte man keinesfalls sparen, genauso wie man auf jedem Segelschiff eine Schwimmweste anzieht oder beim Reiten Reitstiefel trägt.

 

Wann muss ich neue Schlittschuhe kaufen?

Mit Schlittschuhen verhält es sich wie mit normalen Schuhen: irgendwann sind sie ausgelatscht. Das merkt man sehr stark, den auf einmal lässt die Stabilität nach und man hat nicht mehr den nötigen Halt. Man kann dann mehr nach vorne abknicken und auch zur Seite. Die Füsse beginnen irgendwann auch zu rutschen im Schuh. Vor allem wenn man ständig immer neu binden muss, sollte man sich irgendwann neue Schlittschuhe zulegen.

 

Worauf muss ich beim Kauf achten?

Zunächst einmal sollten Schlittschuhe immer nu rim Fachgeschäft gekauft werden. In vielen Sportgeschäften ist das Personal nicht ausreichend geschult, um den Käufer beim Kauf von Profischlittschuhen richtig beraten zu können, zudem fehlt meistens die Auswahl. Deshalb sollten Profischlittschuhe in speziellen Fachgeschäften ausgesucht werden, wo auch einige verschiedene Modelle anprobiert werden können. Ansonsten endet der Kauf sehr schnell in einem Fehlkauf. Solche Fachgeschäfte sind leider dünn gesäht, aber eine längere Anfahrt bzw. Suche lohnt sich wirklich.

 

Ein Profischlittschuh sollte sehr gut sitzen, es sollten keine grossen Bewegungsspielräume im Schuh vorhanden sein, sonst ist der Schuh zu gross. Dabei lohnt es sich, Modelle von verschiedenen Herstellern zu probieren. Den “besten” Profischlittschuh gibt es nicht, denn jeder Fuss ist anders und an jeden Fuss passt ein anderer Schnitt. Wenn man vorne minimal anstösst macht das nix, denn man geht beim Eislaufen ja viel in die Knie, dadurch rutscht der Fuss automatisch wieder nach hinten. Zu eng sollte der Schuh aber auch nicht sein.

Bei Profischlittschuhen muss man wirklich auch auf die Härte achten und auf das Gewicht des Schuhs. Bei kleineren EisläuferInnen dürfen die Schuhe nicht zu schwer sein, weil das eher behindert (vergleichen lohnt sich). Die richtige Härte lässt sich am besten auch durch Vergleichen ermitteln. Beginne ich mit Einfachsprüngen, so behindert mich ein pickelharter Dreifachsprungschuh eher, als dass er mir hilft. Aber wenn man wirklich vor hat, in die Liga der Mehrfachsprünge einzusteigen, ist ein harter Schuh unumgänglich.

Dazu kommen weitere Entscheidungshilfen: Welche Kufenmodelle passen an meinen Schuh? Wie lange ist die Lebensdauer des Schuhs? Wie ist die Schnürung?

 

Woran erkenne ich einen guten Schlittschuh?

-       Material: Das Aussenmaterial kann entweder aus Leder sein oder auch aus einem modernen Lederimitat. Wichtig ist, dass es wetterbeständig ist, schliesslich sind Schlittschuhe ja immer nass und kommen vom Warmen isn Kalte und umgekehrt. Schlechte Materialien sind nicht dicht und beginnen irgendwann zu reissen.

-       Verarbeitung: Die Verarbeitung ist ganz wichtig und entscheidet oft über die Lebensdauer des Schlittschuhs. Nähte müssen fest und sauber vernäht sein, damit sie lange halten. Oben am Schuhschaft ist das ganz wichtig, aber auch an den Seiten. Sonst verliert der Schuh irgendwann die Form und auch die Stabilität.

-       Innenmaterial: Das Innenmaterial sollte ebenso gut verarbeitet sein. In den Schuhen schwitzt man natürlich und da Schlittschuhe oft sehr dick sind durch die vielen Schichten, kann die Luft auch wenig nach aussen dringen. Deshalb muss das Innenmaterial auch hochwertig sein und sich dem Fuss etwas anpassen. Zu dicke Fütterungen sind aber nicht gut, weil durch die Polsterung wiederum die Härte verloren geht.

-       Schnürung: Die Schnürung und vor allem die Oesen und Löcher müssen gut verarbeitet sein, sodass sie fest geschnürt werden können und nicht gleich abbrechen. Bei vielen blättert irgendwann die Farbe ab, aber das ist eher nebensächlich.

-       Sohle: Die Sohle ist auch sehr wichtig. Man bekommt davon beim Eislaufen eigentlich nicht sehr viel mit, aber dennoch muss das Material sehr gut sein, weil dort am meisten Nässe ist. Die Schlittschuhe werde immer wieder nass und die Sohle ist von unten kalt und von oben warm. Das macht es schwer für das Material, dauerhaft hart zu bleiben. Die Kufen müssen gut festgeschraubt werden können und auch lange halten. Deshalb darf die sohle nicht zu vel Feuchtigkeit aufnehmen und keinesfalls anfangen zu bröckeln, sonst halten die Schrauben nicht mehr. Eine regelmässige und gründliche Pflege ist aber ebenso wichtig.

 

Wie lange halten Schlittschuhe?

Das kann man nicht allgemein sagen. Ein Eisläuferspruch besagt, dass gute Schlittschuhe dann durchgelaufen sind, wenn man sie eingelaufen hat. Da ist durchaus etwas dran. Bei den Profis, die mehrere Stunden täglich trainieren, halten Schlittschuhe nur wenige Monate. Danach sind sie den extremen Belastungen nicht mehr gewachsen und werden weich. Bei einem normalen Leistungseisläufer können die Schuhe aber mehrere Jahre halten, das kommt ganz auf das Modell und auf die Qualität an. Mit guter Pflege kann man die Lebensdauer der Schuhe sehr stark verlängern.

 

Was kostet ein Profischlittschuh?

Die Preise variieren hier sehr stark. Die ersten wirklich guten Schlittschuhe bekommt man bereits ab ca. 150 Euro, nacho ben gibt es jedoch keine Grenzen. Manche Modelle kosten auch 2000 Euro. Der Preis sagt nicht automatisch etwas über die Qualität aus, denn die Passform ist das entscheidenste Kriterium. Im Normalfall bewegen sich Profischlittschuhe im Rahmen zwischen 150 und 600 Euro, alles darüberhinaus ist nicht unbedingt besser. Die hohen Preise erklären sich dann nur durch andere Materialien oder Massanfertigungen.

 

Was muss ich beim Einlaufen neuer Schlittschuhe beachten?

Schlittschuhe müssen erst eingelaufen werden, damit sie sich dem Fuss optimal anpassen. Das Einlaufen ist leider nicht sehr angenehm und verläuft nur in wenigen Fällen schmerz- und blasenlos. Da die Schuhe sehr hart sind, entstehen schnell Druckstellen und selbst bei Massanfertigungen stimmt nicht immer alles milimetergenau.

Beim Einlaufen gibt es wirklich keine Geheimtipps, ausser Augen zu und durch. Ein paar Wochen muss man dafür schon rechnen, bis man sich in den neuen Schuhen zu 100% wohl fühlt und alle Elemente damit laufen kann. Empfehlenswert ist ein langsamer Übergang von den alten zu den neuen Schuhen. Im Training sollten die Schuhe auch mal gewechselt werden und schliesslich immer mehr die neuen getragen werden. Da unweigerlich Blasen entstehen werden, kann man nicht von heute auf morgen wechseln, da man sonst vor lauter Blasen wohl gar nicht mehr laufen kann. Es ist unbedingt davon abzuraten, für einen Wettkampf zum ersten Mal die neuen Schuhe zu nehmen. Deshalb sollte der Zeitpunkt des Schuhwechsels sorgfältig gewählt und vorbereitet werden.

Manche Firmen passen Schuhe auch an, indem sie in einem Spezialofen erhitzt werden, da das Material dadurch weicher wird und sich schneller dem Fuss anschmiegt. Wir raten davon bei besonders harten Schuhen ab, da das Material nie wieder so hart ist wie am Anfang. Durch das Erhitzen geht die ursprüngliche Härte für immer verloren in vielen Fällen. Sollen die Schuhe aber weicher werden, kann man diese Methode durchaus anwenden.

 

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(Sasha Cohen)
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