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Gesundheit

Auf der Gesundheitsseite findet ihr Tipps und Tricks, wie ihr euch fit haltet und eurem Körper etwas gutes tun könnt. 

Warum wir diese Seite hinzugefügt haben?
Eiskunstlauf ist eine sehr intensive Sportart, die höchste Anforderungen an den Körper stellt. Fast alle Körperregionen werden beansprucht. Das hat sowohl Vor- als auch Nachteile. Deshalb ist es wichtig, dass man über die Nachteile oder Gefahren Bescheid weiss und sich dementsprechend verhalten kann. Diese Seite richtet sich vor allem an Fortgeschrittene und Leistungssportler, da der Körper auf diesem Niveau speziellen Belastungen ausgesetzt ist. Bei ernsthaften Problemen kann unsere Seite niemals die Beratung durch einen Arzt ersetzen, aber wir möchten gewissen Hilfestellungen oder unterstützende Tipps aus unseren eigenen Erfahrungen an andere Eisläufer weitergeben.



***SPEZIAL IM WINTER***
Eislauftraining bei Minusgraden: Wie ihr euch vor Erkältungen schützt und das Training im Winter trotzdem geniessen könnt

Wenn man morgens zum Training geht, wenn die Straßen noch glatt sind und der Raureif noch auf den Feldern liegt, fragt man sich sehr bald, ob man sich denn nicht erkältet.

Gewiss ist das eine erlaubte Frage, denn die kalte Winterluft kann einem schnell zu einer Erkältung verhelfen, wenn man sich nicht richtig schützt.

Beim Eislauftraining ist das gar nicht so einfach, besonders fortgeschrittene Läufer haben es manchmal nicht so einfach. Der Grund ist leicht: Je schwierigere Figuren man trainiert, umso mehr Bewegungsfreiheit braucht man. Deshalb ist es eher unwahrscheinlich, dass man eine Biellmannpirouette in einem dicken Skianzug machen kann. Je mehr man sich bewegt, umso mehr wärmt sich ja auch der Körper auf und man beginnt zu schwitzen. Wir haben für euch ein paar Tipps zusammengestellt, wie ihr auch bei eisigen Temperaturen bequem trainieren könnt, ohne gleich krank zu werden:

 

Aufwärmen

Das Aufwärmen ist sehr wichtig, auch zum Schutz vor Verletzungen. Wenn der Körper langsam auf eine bevorstehende Belastung vorbereitet wird, erhöht sich der Puls und die Durchblutung wird angeregt. Die Muskeln und Gelenke müssen erst warm werden vor der Belastung, ansonsten können sehr schlimme Verletzungen daraus resultieren.

 

Richtige Bekleidung

Die richtige Bekleidung ist das A und O für ein erfolgreiches Wintertraining. Egal welche Sportart man draußen trainiert, vier Körperteile müssen immer warm gehalten werden. Unten angefangen wären das zum ersten mal die Füße. In den Schlittschuhen sind diese in der Regel warm, ansonsten kann man z.B. Lammfellüberzüge benutzen, die zusätzlich wärmen. Zum zweiten sollte man Handschuhe tragen. Wer an den Händen friert, friert schnell auch am Oberkörper. Wollhandschuhe sind deshalb wichtig. Am gefährlichsten sind aber freie Schultern und ein freier Kopf ohne Kälteschutz. In den Schultern können sehr schnell Verspannungen auftreten, wenn man sich unterkühlt, die einen tagelang quälen können. Ein steifer Nacken ist so ziemlich das Unangenehmste, was einem passieren kann. Ein Rollkragenpulli ist deshalb sehr hilfreich, oder auch die momentan sehr angesagten Fleecejacken mit hochstehendem Kragen. Der Kopf muss auch immer warmgehalten werden, da man sich sonst am leichtesten erkälten kann. Ein Stirnband oder Ohrenschützer sollten deshalb nie fehlen.

Speziell für Eisläufer kann man der Kälte auch noch mit Winterstrumpfhosen und wattierten Eislaufhosen trotzen. Diese gibt’s im Fachhandel oder auch häufig im Internet. Zusätzlich empfehlen wir Nierenwärmer, zum Beispiel aus Angorawolle. Die halten den sehr empfindlichen Nierenbereich warm und sind zudem auch sehr angenehm zu tragen.

 

Wärme auftanken

Wenn die Temperaturen so kalt sind, dass man es gar nicht mehr aushält, darf man sich auch immer eine Pause gönnen. Es hat überhaupt keinen Sinn, draußen zu frieren, denn so kann man nicht richtig trainieren. Wenn der Körper friert, beginnen die Muskeln zu zittern und man verkrampft sich unbewusst. Dann geht man lieber mal in einen geheizten Raum für ein paar Minuten und trinkt eine Tasse Tee oder Kaffee, bevor man das Training fortsetzt.

 

Nicht stillstehen

Gefährlich wird es immer dann, wenn man sich viel bewegt hat und schwitzt, aber man dann auf einmal lange stehen muss. Bei Gruppentrainings ist das oft der Fall, wenn eine Läuferin an der Reihe ist und die anderen warten müssen. Dann holt man sich schnell eine Erkältung, deshalb lieber in Bewegung bleiben und nebenbei Schrittfolgen üben usw. Dabei kann man immer noch zuschauen, was die Trainerin gerade erklärt.

 

Nach dem Training

Nach einem intensiven Training ist einem oft sehr warm, wenn man die Eisfläche wieder verlässt. Die Durchblutung ist sehr angeregt und durch die starke Bewegung schwitzt man. Um sich dann nicht zu erkälten, sollte man nach dem Training unbedingt in warme Räume gehen oder sich sofort warm anziehen, sobald man die Eisfläche verlässt.

So müsste einem erkältungs- und schlotterfreien Training nichts mehr im Wege stehen!



Der Rücken: Welchen Belastungen ist der Rücken beim Eiskunstlaufen ausgesetzt? Wie kann man sinnvolle Übungen gestalten, die den Rücken unterstützen? 

Beim Titelbild dieses Beitrags verziehen vermutlich einige Leser schmerzverzerrt das Gesicht. Der Rücken hat es bei so mancher Eisläuferin nicht leicht und es kommt nicht selten vor, dass gerade fortgeschrittene Läuferinnen oft über Rückenschmerzen klagen.
Sehen wir uns doch den Rücken einmal genauer an. Die Wirbelsäule besteht aus fünf Abschnitten, angefangen bei den Halswirbeln, dann folgen die Brustwirbel, Lendenwirbel, dann das Kreuzbein und schließlich das Steißbein.
Die Wirbel werden getrennt durch die sogenannten Bandscheiben. Man kann sich die Bandscheiben als eine Art Kissen vorstellen. Wenn sich nun die Wirbelsäule biegt, etwa wenn man sich nach hinten lehnt, werden die Bandscheiben zusammengedrückt. Löst sich die Bewegung wieder, nehmen sie wieder ihre normale Position ein.
Beim Eiskunstlaufen gibt es zwei Arten, wie die Bandscheiben und die Wirbelsäule belastet werden, auf die man sehr achten muss. Besonders bei noch im Wachstum befindlichen Läuferinnen und Läufern ist deshalb Vorsicht geboten.
Eine Art von Belastung besteht darin, dass bei jedem gelandeten Sprung oder noch schlimmer bei den Stürzen, ein kleiner Schlag auf die Wirbelsäule ausgeübt wird. Wer schon einmal auf das Steißbein gefallen ist auf dem Eis, weiß vermutlich sehr genau, wie sich das anfühlt. Dabei müssen das nicht immer schmerzhafte oder fühlbare Schläge sein, aber trotzdem ist immer eine gewisse Belastung da.
Die zweite Belastung resultiert aus der Beweglichkeit oder dem Beweglichkeitstraining. Wie unser Bild oben zeigt, wir dabei die Wirbelsäule bis auf ein Extremum gebogen und die Bandscheiben werden somit enorm zusammengepresst. Anders als beim Klassischen Ballett wird beim Eiskunstlaufen der Rücken immer im Bereich der Lendenwirbel gebogen. Das ist allerdings nicht besonders gesund und führt schnell zu Kreuzschmerzen. Im Klassischen Ballett wird etwa beim Port de Bras die Brustwirbelsäule gebogen, statt der Lendenwirbelsäule, was die Figur für den Sportler wesentlich angenehmer macht.
Beim Eiskunstlaufen gibt es allerdings eine ganze Menge Figuren, wo der Rücken so gebogen werden muss, zum Beispiel bei der Himmelspirouette (zusätzliche seitliche Biegung), bei der Arabesque, bei der Biellmannpirouette oder bei gewissen Hebefiguren im Paarlaufen.
Nun kommt man natürlich nicht darum herum, diese Figuren auch zu üben. Hier gilt es allerdings besondere Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten:

 
-          Generell sollte neben dem Beweglichkeitstraining auch ein Ausgleichstraining für den Rücken gemacht werden. Oft wird der Rücken in der Trainingsplanung komplett ausgelassen, aber gerade dort sollte man sich selbst unterstützen.
-          Die Rückenmuskulatur sollte sehr gestärkt werden durch spezifische Übungen. Die helfen einem zwar nicht direkt bei Eislauffiguren, aber durch eine stabil ausgebaute Muskulatur werden die Belastungen gleichmäßiger verteilt und es kommt seltener zu punktuellen Überbelastungen.
-          Auch im Aufwärmtraining sollten einige Rückenübungen dabei sein, jeweils eine Übung zur Dehnung nach hinten, dann aber auch eine Gegenübung (z.B. Katzenbuckel)
-          Vorbeugend kann man einige Figuren des Klassischen Balletts trainieren, die eben genau nicht die anfällige Lendenwirbelsäule trainieren, sondern die Brustwirbelsäule. Ein Training mit Spiegel ist dabei sehr sinnvoll.
-           Beweglichkeitstraining sollte nie zu früh gemacht werden. Man kann nicht genau sagen, ab wann ein Kind ausgewachsen genug ist, um damit zu beginnen, aber im Zweifel sollte man sich den Rat eines Arztes einholen, um keine Wachstumsstörungen hervorzurufen. Weniger ist manchmal mehr!
-          Die betreffenden Figuren sollten nie am Anfang des Trainings geübt werden, sondern immer am Schluss, wenn der Körper warm ist. Übertriebenes Training dieser Figuren ist ebenfalls abzulehnen.
-          Zur generellen Vorbeugung von Rückenproblemen kann man ganz unabhängig vom Eislauftraining seinem Rücken mal was Gutes tun, zum Beispiel eine Gymnastikstunde oder eine Massage.



- Leistungssport bei Kindern und Jugendlichen: Worauf muss man beim Training von Kindern und Jugendlichen achten, um den Körper nicht zu überfordern? 

- Essstörungen und Eiskunstlaufen: Warum treten Essstörungen so häufig auf bei Eiskunstläuferinnen? Wie kann man sie vermeiden? 

> Diese Themen erscheinen demnächst hier! Weitere Infos auf der Hauptseite!

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"Es gibt kein schöneres Gefühl, als die Eisfläche zu verlassen und zu wissen, dass man gerade eine bessere Eiskunstläuferin geworden ist"
(Sasha Cohen)
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